Am dritten Adventswochenende zogen 70 Wölflinge, Pfadfinder und Eltern des Stammes Graf Gebhard mit Fackeln vom Gasthaus Bartl durch Gallmünz, um dort die Waldweihnacht zu feiern. Dazu wies eine Spur aus Laternen den Weg durch den Wald zu einem weihnachtlich beleuchteten Christbaum.

Durch Weihnachtslieder und die Geschichte der kleinen Leute aus einem Dorf mit dem komisch klingenden Namen „Swabedoo“, die jedem ein warmes weiches Pelzchen schenkten, wurde  mancher zum Nachdenken angeregt: Stand dieses Pelzchen womöglich als Symbol für das Wort „Danke“ oder für die Wertschätzung, die man – eigentlich viel zu selten in der heutigen Welt – seinen Mitmenschen mitteilt?

Zum Abschluss der Weihnachtsfeier und dem sich zum Ende neigenden Jahr 2018 sangen die Teilnehmenden das Lied „Nehmt Abschied Brüder“, das traditionelle Schlusslied einer jeden Pfadfinderaktion.

Zum Aufwärmen und zur Stärkung ging es zurück zum Gasthaus. Die Sippe Octopus führte lustige Sketche über tatsächlich erlebte Situationen bei Pfadfinderaktionen des zurückliegenden Jahres auf. Sei es der exakt gezielte Schneeballwurf, der dann doch den Falschen traf oder der „heiß“ geliebte Gnocchi-Topf, der des Öfteren seine Runde drehen musste und einfach nicht leer werden wollte…
Bei der anschließenden Fotoshow mit Bildern von den Aktionen und Lagern 2018, sahen manche Eltern ihre Sprösslinge in völlig unbekannten Situationen, wie zum Beispiel beim Abspülen…

Den Abschluss machten die Wölflinge, die sich mit dem Lied „Mein bester Freund“ mit dem guten Vorsatz für das neue Jahr, „deshalb kämpf ich jetzt gegen das Unrecht in der Welt“ verabschiedeten.

20181215 Waldweihnacht

Was war, was ist und was kommt?

„Ohne Abenteuer wäre das Leben tödlich langweilig.“ Nach diesem Zitat von Baden-Powell plante, reflektierte und diskutierte der Stammesrat ein ganzes Wochenende im Regionalbüro in Erlangen für das kommende Jahr 2019. Ein ganzes Wochenende war auch nötig bei so vielen Aktionen, Veränderungen und Zeltlagern, die nächstes Jahr bevorstehen.

Los ging es Freitagabend. Wo wollen wir hin und warum? Durch verschiedene Kooperationsspiele konnte man sich selbst als bedeutendes Mitglied eines Teams begreifen, in dem jeder gebraucht wird.

Am kommenden Tag wurden die vielen Aktionen, die 2019 bevorstehen, koordiniert. Spannend wird vor allem das Landespfingstlager „Fabulon“ bei Schloss Neuschwanstein, bei dem ca. 600 Teilnehmer aus dem BdP Landesverband Bayern zusammenkommen. Auch das Parkfest Mitte Juli stellt immer ein Highlight im Jahreskalender des Stammes dar. Im Sommer folgt dann das beliebte den Vordergrund. Als kleines Dankeschön für die vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden und die „kostenlose“ Arbeit, die jeder einzelne in den Stamm als Meuten- und Sippenführer investiert, wurde der Lasertag-Planet besucht um dort das Spiel mal auszuprobieren.

Am Sonntag wurden die kommenden Aktionen genauer besprochen. Dann hieß es packen und aufräumen bevor es wieder voller Tatendrang und Vorfreude auf das Pfadfinderjahr 2019 nach Hause ging.

Workshopatmoshpäre

Im November stand das zweite Vorbereitungswochenende für das Jamboree auf dem Programm!

Diesmal mussten wir etwas weiter fahren, da wir uns in Ichenhausen bei Neu-Ulm trafen, was circa 250 km weit entfernt ist. Doch im Gegensatz zu den über 7000 km bis zum Lagerplatz des Jamborees in West Virginia, USA, im Sommer 2019, war das natürlich ein Katzensprung. Wie beim letzten Mal trafen wir uns mit weiteren Pfadfindern aus Sulzbach am Bahnhof, um mit dem Zug dorthin zu fahren.

Dort angekommen wurden wir gleich freudig begrüßt: Vor uns lag ein planungsreiches Wochenende! Da unsere Unit Bayern 5 (BY5) nun vollständig war, legten wir sofort los, um uns bei lustigen Spielen näher kennenzulernen. Dabei stellten wir fest, dass wir ein bunt gemischter Haufen aus allen Teilen Bayerns sind und Mitglieder von jedem möglichen Verband – BdP, DPSG, PSG, VCP – vertreten sind.

Am Samstag durften wir dann selbst den Namen unserer Unit aussuchen. Unsere Wahl fiel auf Conrad Röntgen, einen bedeutenden Wissenschaftler, der 1901 den ersten Nobelpreis in Physik erhielt. Genauso wie das offizielle Motto des Jamborees „Unlock a new World“ hat auch Conrad Röntgen mit seinen Röntgenstrahlen eine ganz neue Welt „erschlossen“ und so die medizinische Diagnostik revolutioniert.

Auch ein Unitzeichen musste her. Passend zu dem Namen entwarfen wir ein Röntgenbild einer Hand, die einen Pfadfindergruß macht. Beim Drehen eines Vorstellungsvideos für unserer Unit hatten wir viel Spaß, aber seht selbst.

Da nach 12 Tagen Jamboree unsere Reise noch nicht zu Ende sein wird, planten wir zusätzlich noch unsere Nachtour. Wir werden anschließend noch nach Philadelphia, Washington D.C., New York und Kanada fahren.

Jamboree, wir kommen!!!!

Eure Mia und Nane

Informationen zur Beteiligung des deutschen Kontingents am Worldscoutjamboree:
Webseite https://www.worldscoutjamboree.de
Social Media #wsjrdp

Die Herbstferien nutzten die jüngsten Pfadfinderinnen und Pfadfinder des BdP-Stamm Graf Gebhard, um jeweils ein Wochenende auf der Hütte in Bernricht nahe Edelsfeld zu verbringen.

Zunächst machte die Meute Waldgeister den Wald rund um Bernricht unsicher. Schon bei der Wanderung von Sulzbach nach Bernricht wurde klar: Dieses Wochenende wird tierisch was los ein in der sonst so ruhig gelegenen Hütte. Doch endlich angekommen, empfang sie ein aufgeregter Michel aus Lönneberga: Oh Schreck! All seine Tiere waren ausgebüxt!!! Also doch keine „tierische“ Gaudi?? Ohne zu Zögern machten sich die 11 Wölflinge daran, alle Tiere wieder einzusammeln. Durch kniffelige Rätselaufgaben und lustige Spiele bekamen die Kinder Tipps von weiteren Bewohnern aus Katthult, wo die Tiere sich versteckt hielten. So konnte das Knirpsschweinchen und das Huhn Hinkelotte ohne Probleme wieder im Bernrichter Wald gefunden werden.

Doch lange sollte es auf der Hütte nicht still bleiben: Schon wanderte die Jungpfadfinder-Sippe Oktopus – diesmal mit Gepäck – zu Fuß die knappen 8 km. Verwunderlich drehten sich die Köpfe bei Beobachtern der Wandergruppe um: War da wirklich jemand im Taucheranzug mit dabei? Ja! Das Sams begleitete die Pfadfinder. Sie waren ganz unbemerkt in einen Traum vom Sams hineingeraten, was bedeutete, dass alles möglich war: Da hüpften plötzlich bunte Lichter durch den Wald, Harry Potter verzauberte die Bäume und grüner Kartoffelbrei wurde aufgetischt, welchen die Sipplinge mit großem Genuss vertilgten. Nur die Nachtwanderung zum Peutental-Materl war ihnen nicht ganz geheuer. Doch auch davon lässt sich ein wahrer Pfadfinder nicht abschrecken und jeder freut sich schon darauf, wenn beim nächsten Hüttenwochenende im Frühjahr alle wieder mit dabei sind. Mit oder ohne Taucheranzug!

20181101 Bernricht Sippe 3454

Das Weltpfadfindertreffen findet 2019 in den USA statt. Mia und Nane vom Stamm Graf Gebhard fahren hin.

Insgesamt reisen 40 000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus der ganzen Welt zum Jamboree vom 22.7. bis 2.8.2019 nach West Virginia. Sie entdecken neue Kulturen und lernen neue Freunde kennen. Ein Riesen-Abenteuer unter dem Motto „Unlock a new World“.

Da das Weltpfadfindertreffen nur alle vier Jahre stattfindet, kann ein Pfadfinder nur einmal im Leben als Teilnehmer auf das Jamboree fahren. Daher freuen sich Mia, die 16-Jährige Meutenführerin, und Nane, die 15-Jährige Sippenführerin, besonders, dass ihre Bewerbungen angenommen wurden. Sie berichten vom Vorbereitungswochenende ihrer „Unit“ in Hainsacker bei Regensburg:

„Mitte September fuhren wir zum ersten Jamboree-Planungswochenende. Endlich sollten wir die anderen Mitglieder unserer Jamboree-Einheit kennenlernen, mit denen wir vom 19. Juli bis 11. August 2019 in den USA zelten werden. Wir waren ganz verblüfft, dass wir schon am Bahnhof in Sulzbach-Rosenberg auf zwei stießen: Zwei Sulzbacher DPSG-Pfadfinder stiegen mit uns in den Zug Richtung Lagerplatz. Dort angekommen schlossen wir bei Kennenlernspielen weitere neue Bekanntschaften, ein klitzekleiner Vorgeschmack auf die vielen Begegnungen auf dem internationalen Weltpfadfindertreffen. Während des Wochenendes klärten wir viele organisatorische Details und wir teilten uns in Neunergruppen ein. In diesen sogenannten „Patrols“ werden wir die meiste Zeit am Jamboree unterwegs sein. Wie es sich für echte Pfadfinder gehört – die ja schließlich auch am Jamboree in den USA in Zelten übernachten werden – verbrachten wir die Nächte trotz weniger Plusgrade draußen in Kothen. Dafür genossen wir tagsüber den herrlichen Sonnenschein.
20180916 Jamboree Teilnehmerinnen

Seit dem ersten Jamboree 1920 haben Hunderttausende Pfadfinder den „Scout Spirit“ erfahren. Das Weltpfadfindertreffen soll auch immer ein Zeichen sein, das Jugendliche aus allen Kontinenten friedlich zusammenbringt. Damit wird der internationale und kulturelle Austausch gefördert, was in der heutigen Zeit immer wichtiger wird. Es werden insgesamt über 40.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder sein, davon circa 1.500 aus Deutschland. Und eins ist sicher, wir werden lebenslang bleibende Eindrücke sammeln und damit ein Stück internationales Pfadfindertum nach Deutschland tragen.

Deswegen freuen wir uns schon auf die kommenden Vorbereitungswochenenden, auf denen wir mehr von diesem „Scout Spirit“ erleben dürfen. In diesem Sinne: Unlock a new World!“

Mia, 16 Jahre & Nane, 15 Jahre

 

Lesetipp: Sulzbach-Rosenberger Zeitung vom 16.08.2018
Zeltlager so groß wie Erlangen - Zwei Pfadfinderinnen aus Sulzbach-Rosenberg reisen in die USA.

Weitere Informationen rund um das Jamboree bietet die offizielle Webseite.

Trampolinspringen bis zu den Sternen - der Stammesaktionstag in Nürnberg

Hoch hinaus – und zwar gleich im doppelten Sinne – ging es für den kompletten Graf Gebhard an seinem Stammesaktionstag in Nürnberg. Ganz gespannt waren die Jüngsten auf das „Jump-House“ Airtime und staunten nicht schlecht: eine ganze Halle voll mit Trampoline! Nach kurzer Einweisung wurde gehopst, gehüpft, gesprungen, gejumpt und Salti geschlagen, was das Zeug hielt. Nachmittags ging es noch weiter hinauf nämlich bis zu den Sternen! Im Planetarium Nürnberg wurden eindrucksvoll die herbstlichen Sternbilder, eine Supernova und schwarze Löcher an die schwarze Kuppel projiziert. Ein kleiner Wölfling nutzte sogleich die Ruhe und Dunkelheit, um spontan ein kleines Nickerchen einzulegen. Danach ging es wieder mit den Zug nach Hause, wo alle Wölflinge und Pfadfinder von ihren Eltern hundemüde abgeholt wurden.

20180922 Stammesaktionstag