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Sensation: Singularität entschlüsselt!


BdP-Pfadfinder vom Stamm Graf Gebhard verbringen herrliches Wochenende im Astronautentrainingslager
Sulzbach-Rosenberg. (sgg) „Ich heb` ab“ – Getreu diesem Motto flogen 44 mutige Pfadfinderinnen und Pfadfinder des Stammes Graf Gebhard vom Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) mit ihrem Spaceshuttle in die unendlichen Weiten der Bernrichter Höhe bei Edelsfeld.

Zelt, Schlafsack, Lagerfeuer und Menschen, die den gleichen Gedanken verfolgen – mehr brauchen Pfadfinder nicht, um ein unvergessliches Erlebnis zu schaffen. Dass dies für 25 Kinder und 19 Erwachsene im Familienlager mit Wölflingen im Vordergrund stand, war außer Frage.

Schon am ersten Abend tauchte urplötzlich der verschollene Professor mit einem Raketenwurm als blinden Passagier auf. Er war auf der Suche nach tapferen Astronauten, die sich trauten, als Allererste eine bemannte Wurmloch-Durchquerung durchzuführen. Das ließen sich die Kinder nicht zweimal sagen und waren sofort Feuer und Flamme. Dazu mussten sie zunächst der Gravitation entfliehen oder wurden zu menschlichen Magneten, die sich entweder gegenseitig anzogen oder abstießen.

Doch auch das Reisen durch schwarze Löcher musste eingeübt werden. Im völligen Dunkel des Weltalls schossen die todesmutigen Astronauten von der Milchstraße zu fernen Galaxien, um genug Brennstäbe für den dringend benötigten Raketenantrieb zu ergattern. Doch man war nicht alleine: abgrundtief hässliche Aliens kreuzten den Weg und beamten die Brennstäbe wie aus Zauberhand in ihre eigenen Spaceshuttles. Des Öfteren hörte man erschrockene Schreie durch den düsteren Kosmos, wenn wieder ein Alien hinter einem Planeten hervorsprang.
Zurück am Lagerplatz standen – wie aus dem Nichts – Raumsonden bereit, in denen die erschöpften Kinder sicher durch die Nacht geleitet wurden.

Schon am nächsten Tag wussten alle Teilnehmer: So eine Astronauten-Ausbildung ist kein Zuckerschlecken! Schon ging es weiter: Sei es T-Shirts mit dem extra entworfenen Lagerlogo bedrucken, luftdichte Raumanzüge konzipieren oder das Bauen von Astronautenhelmen mit blinkendem Visier – alles wurde selbst von den Kindern hergestellt!
Die wortwörtlich genommenen „Höhepunkte“ folgten am Nachmittag: Jeder durfte seine eigene Rakete bauen! Durch einfachste Hilfsmittel, ein wenig Wasser und viel Luft schossen die Raketen über 40 Meter hoch in den wolkenlosen Himmel.
Zusätzlich wurde die Schwindelfreiheit der jungen Astronauten in einem aufregendem Kletterparcours in luftigen Höhen getestet. Im Klettergurt ging es über Slacklines und Strickleitern nach oben, wo dann eine tollkühne Fahrt am Seil durch die Blätterkronen zurück auf den Erdboden die Kinder begeisterte.

Auch an diesem Abend verwöhnte das einmalige Küchenteam die Hungrigen mit italienischen, ungarischen, griechischen oder bayerischen Köstlichkeiten, um so auch die Besonderheiten des Planeten Erde näher kennenzulernen. Am letzten Tag wurde dann sogar ein amerikanisches Buffet gezaubert, das alle restlos begeisterte.
Ein galaktischer Abend mit Sternenkunde und zum Motto passenden Liedern beförderte die Kinder schließlich glücklich und zufrieden in ihre Schlafsäcke.

Der Planetenflug von den Organisatoren Angela Kopczyk und Kyra Berger über acht Stationen erforderte am nächsten Tag einiges an Geschick, Glück und Wissen über die einzelnen Himmelskörpers unseres Sonnensystems. Damit bewiesen auch alle Teilnehmer, dass sie nun sämtliche Fähigkeiten besaßen, um mit dem Professor und dem Raketenwurm durch das Wurmloch zu reisen. In den Raumanzügen und den Helmen gelang den Pfadfindern schließlich die erste bemannte Wurmloch-Durchquerung!

Am Ende des viel zu kurzen Lagers war allen klar: nicht die Superlative wie am größten, am meisten oder am schnellsten, ist das, was ein Zeltlager nach dem Pfadfindergedanken ausmacht. Wichtig sind die Menschen und die gemeinsam verbrachten Erlebnisse, auf die man zurückblicken kann!